Beauty für Männer

Auch Jens nutzt den BRAUN SERIES 5 5090cc

jens_200x200Gastbeitrag von Jens

Heute darf ich tatsächlich gastweise zum Beautyblogger werden und
nutze diese Gelegenheit zunächst einmal um von einer ganz besonderen
Begabung zu berichten: Ich bin in der Lage innerhalb einer halben
Woche auszusehen wie ein Waltschrat. Ich müsste dazu lediglich auf die
morgendliche Gesichtsrasur verzichten und schwups hätte ich einen
Vollbart. Da ich dies allerdings weder mir noch meiner Umwelt antun
möchte, komme ich um die regelmäßige Stoppelentfernung nicht herum.
Und da meine zarte Haut die gründlichere Nassrasur nicht im Tagestakt
akzeptiert und mit Ausschlägen reagieren würde, bin ich schon vor
Jahren auf elektrische Apparate umgestiegen. Und da auch ich zu
denjenigen Bloggern zähle, die momentan das Modell Braun Series 55090cc testen dürfen, werde ich die folgenden Zeilen für einen kleinen
Bericht nutzen.

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Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Braun verlangt für den
Boliden fast 300 Euro (Stand Oktober 2012). Natürlich bekommt
man dafür auch einen sehr ausgereiften Apparat mit mehrfach beweglich
gelagerten Scherkopf und reichlich Zubehör – aber muss man sich denn
unbedingt so ungeniert in der Werbefloskelkiste bedienen?! Nichts
gegen gezielt eingesetzte Anglismen, ich bin da durchaus resistent und
kein zu extremer Verfechter der deutschen Sprache und kann durchaus
mit einer Bezeichnung wie Clean&Charge Station leben. Aber wenn
ich Brocken wie , UltraActiveLift oder ein
nichtssagendes PowerDrive vorgesetzt bekomme (die allesamt im
5090cc verbaut sein sollen), weckt das bei mir eher Skepsis als
Interesse.


Dabei hat es das eigentliche Produkt Rasierapparat gar nicht
nötig sich hinter solchen Worthülsen zu verstecken. Der Braun Series 5
rasiert nämlich gründlich, sehr gründlich und bewegt sich durchaus auf
dem Niveau einer Nassrasur. Ob er dabei nun tatsächlich schneller ist
als Vorgänger oder Wettbewerb könnte man mit einer Stoppuhr sicher
ergründen, doch „gefühlt“ ist die Rasurdauer ähnlich lang oder kurz
wie bei anderen E-Rasieren. Zeit kann man mit dem Braun aber trotzdem
sparen, jedoch auf ganz anderem Gebiet: bei der Reinigung.

Hat man nämlich (wie ich) bislang seinen Apparat manuell mit Bürste
und Pinsel gesäubert und sich dabei immer wieder über den dabei
umherwuselnden Stoppelstaub geärgert, entfällt dieser Arbeitsschritt
beim 5090cc komplett. Der Rasierer wird einfach in die oben erwähnte
Clean&Charge Station gesteckt, die erkennt den Grad der nötigen
Reinigung und innerhalb von wenigen Minuten ist der Apparat wieder
rein. Dass er dabei auch nahezu 100 Prozent der Keime verliert mag
schön zu wissen sein – da ich allerdings jahrelang einen
verkeimten Elektrorasierern an meine Haut gelassen habe und
trotzdem nicht voller Pickel durch die Welt laufe, stufe ich diesen
Fakt als eher unwichtig ein.

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Geladen wird der Akku des Braun – wie sollte es anders sein – mit
einem Trafonetzteil. Auf Reisen kann das Kabel direkt in den Rasierer
gesteckt werden – in der Regel wird der Apparat wohl aber daheim
genutzt werden, weshalb das Netzteil permanent mit der Ladestation
verbunden sein wird. Und hier sind mir zwei unschöne Dinge
aufgefallen. Zum einen hat Braun einen Schalter „vergessen“. Der Trafo
ist also stets mit dem 230V Netz verbunden und wir haben damit leider
einen sogenannten Standbyverbraucher mehr im Haushalt. Ein einzelner
ist sicher kaum der Rede wert – aber wie immer macht es die Summe. Ich
habe mir hier mit einem kleinen separaten Steckdosenschalter geholfen
und damit auch den negativen zweiten Punkt beseitigt: das
permanentpenetrante hochfrequente Fipen des (bzw. meines) Trafos.


Werfen wir nun noch einen kleinen Blick auf das weitere
(mitgelieferte) Zubehör. Im Karton finden wir nämlich auch einen
konventionellen Reinigungspinsel und ein Hardcover-Etui. Beide Teile
machen den Series 5 potentiell reisetauglich. Da der Apparat und vor
allem dessen Schaft aber deutlich voluminöser und länger ausfällt als
bei so manchem Wettbewerber, ist der 5090cc doch eher für den
heimischen Einsatz konzipiert. Von daher ist auch die gute
Akkulaufzeit ein weiterer Punkt für die „Unwichtig-Liste“ – denn bevor
die Batterie auch nur einen Ladestrich „verliert“ (nettes 5zelliges
LED-Band), verlangt er schon 5x nach einer Säuberung in der
Clean&Charge Station (bei der er dann sowieso geladen wird).

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Fazit:

Der Braun Series 5 5090cc ist gut und kann, wenn man rein auf
seine Leistungsdaten schaut, sehr überzeugen. Trotz meiner kleinen
Hände und der erwähnt großen Bauform ist das Handling gut. Der
Scherkopf garantiert auch auf den unwegsamen Partien, die ein Gesicht
so hergeben kann, eine absolut glatte Haut. Setzt man diese Leistung
allerdings ins Verhältnis zum verlangten Preis (siehe oben) darf man
so etwas aber auch erwarten. Nach wenigen Wochen täglicher Rasur ist
der gewonnene Eindruck also durchaus wohlwollend, ein echtes Fazit kann
aber bei höheren Investitionen immer erst ein Langzeittest beantworten
– und das ist auch hier so…

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2 Kommentare

  1. exuma sagt:

    Mich interessiert der Rasierer zwar eigentlich gar nicht (Frauen bekommen ja nicht so viel Barthaare), aber ich mag deinen Schreibstil, deshalb hab ich bis zum Ende gelesen 🙂

    1. Da wird sich Jens bestimmt freuen 🙂

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